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Axel Thiessenhusen
www.ars-campus.deOlaf Baale zeichnet den Lebensweg des Grigori Steinmaus nach und damit auch Fragmente unserer eigenen ostdeutschen Biografien. Er spricht dabei eine einfache Sprache, die Sprache der Abrechnung mit den Menschen und der Gesellschaft, in der sie leben. Auch wenn diese Biografie nicht meine eigene ist, so habe ich doch vieles so erlebt und gefühlt wie der kleine Grigori. Ich freundete mich gleich auf den ersten Seiten mit ihm an. Seine Geschichte, die sich aus einem grauen, frustrierenden Kinderalltag entwickelt und die durch die heftigen Schicksalswendungen unversehens dramatisch wird, fesselte mich immer mehr. Dem Autoren ist hier trotz zahlreicher düsterer Bilder ein kraftvolles Bekenntnis zu Lebensmut und zur Unzerstörbarkeit des menschlichen Charakters gelungen. Ein starkes Buch.
Die grafische Arbeit für Olaf gestaltete sich schwierig: wie sollte ich eine so wechselvolle Geschichte illustrieren, die das Leben mal aus diesem, mal aus jenem Winkel beschreibt? Ich hatte alle gestalterische Freiheit und so habe ich mich einiger surrealistischer Elemente bedient. Dadurch hat die Illustration einen etwas traumhaften Charakter, der viele Inhalte des Buches vermengt. Ich hoffe, es ist mir gelungen, die Atmosphäre einzufangen und umzusetzen.
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