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Antonina Warenbud
Olaf fragte mich, ob ich einige Textstellen überprüfen könne, in denen russische Worte auftauchen.
Ich habe den ganzen Roman gelesen und mich lebhaft an einige Erlebnisse meiner Jugend erinnert.
An das Erwachsenwerden zwischen der Propaganda und dem realen Leben.
Meine Generation in der ehemaligen Sowjetunion ist nicht viel anders aufgewachsen
als Grigori Steinmaus.
Ein paar meiner Freunde hatten sogar die gleichen Probleme: trinkende Väter,
enttäuschte Mütter und Generationszwist in der schlimmsten Variante.
Ich habe noch mal den Zusammenbruch der in den "Leninstunden" einstudierten Werte durchlebt.
Genauso wie damals hat es weh getan. Aber es hat mir auch einen kräftigen Stoß gegeben,
die Vergangenheit mit der heutigen Erfahrung einzuschützen.
Grigori Steinmaus ist ein pragmatischer jungen Mann, der sein Leben im Griff hat, was viele seiner und meiner Generation nicht behaupten können. Ich habe Olaf gefragt, ob der Roman gewisse Ähnlichkeiten mit seiner Biografie hat. Nur wenig, war die Antwort. Aber es gibt
genug junge Menschen, die, wie ich auch, beim Lesen dieses Buches Parallelen zum eigenen Leben feststellen werden.
Viel Spaß jedem, der Grigori Steinmaus kennen lernen wird!
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